My summer
posted on September, 2015

 
Nach den vielen Reisen zum Eisklettern in die USA und Kanda und zu den verschiedenen Weltcupveranstaltungen in der Wintersaison, verbringe ich im Sommer auch gern einige Zeit zu Hause. Im Juli mache ich auch seit Jahren meine 3 wöchige Kletterpause, um Muskeln, Sehnen und auch den Kopf ausrasten zu lassen. In diese Zeit gehe ich Laufen oder Mountainbiken oder es geht für einige Tage ans Meer, ins Schwimmbad oder in einen der schönen Badeseen in Südtirol.Außerdem nahm ich diesen Sommer an zwei Fun-Kletterbewerben statt. Seit Jahren werden in einigen Stätden in Norditalien Streetboulder organisiert, die Teilnehmer dürfen für einen Tag auf öffentlichen Gebäuden, Palästen und Stadtmauern klettern. Der zweite Wettkampf war ein Deep Water Contest im Schwimmbad in Ortisei in Gröden, geklettert wurde auf einer ca. 8 Meter hohen Kletterwand, die über dem Schwimmbad aufgebaut war. Wer also die Route nicht bis ganz nach oben kam, fiel ins Wasser, wer Top kletterte, musste trotzdem Springen. Beide Wettkämpfe waren tolle Abwechslungen, bei denen der Spass im Vordergrund stand.Diesen Sommer hatte ich mir als Sportkletterprojekt eine Route im Klettergebiet Valle dei Mulini bei Bergamo ausgesucht. Nachdem ich in den letzten Jahren die meisten der schwierigeren Routen dort geklettert hatte, wollt ich nun die Schwerste versuchen, eine mit 8b bewertete Route Namens „Il panettiere“, die bisher noch von keine Frau geklettert worden war. Die Kletterei ist im ersten Teil sehr boulderig, im oberen Teil senkrecht und technisch. Ich konnte die schwierigen Kletterzüge der ersten Hälfte nach ein paar Versuchen klettern, hatte aber Probleme im oberen Teil, wo ich aufgrund meiner geringeren Körpergröße im Vergleich zu den männlichen Wiederholern, einen Zug nicht klettern konnte und einen sehr kleinen Griff halten musste. Und diesen Griff konnte ich bei 30 Grad im Schatten, die diesen Sommer sogar in diesem oberhalb von 100 müM gelegenen Klettergebiet herrschten, einfach nicht halten. Ich entschied also eine Pause einzulegen und auf niedrigere Temperaturen zu warten. Als ich dann zu meinem Projekt zurückkehrte, fing es aber schon am Parkplatz an zu regnen und ich fürchtete, wiede nicht die richtigen Bedingungen orzufinden. Als ich aber im ersten Versuch sofort die gesamte schwierige Hälfte durchkletterte, versuchte ich alles zu geben und konnte die Route trotz stömendem Regen durchsteigen.In einem anderen Klettergarten bei Bergamo gelang mir im Juli die Route „Gravity“, 7c+ on sight und ist somit die schwerste meiner Begehungen in diesem Stil.
In der zweiten Sommerhälfte wollte ich mir ein paar neue Klettergebiete anschauen und gemeinsam mit meinem Freund Marco fuhr ich ins Frankenjura. In diesem legendären Gebiet, kletterte Wolfgang Güllich die erste 8c und die erste 9a weltweit und ich freue mich wahnsinnig, dass ich eine seiner Routen, „Hitch hike the plane“, 7c+ im dritten Versuch klettern konnte.Anfang September ging es zu unseren Freunden nach Istrien, wo neben Sportklettern in einigen tollen Gebieten auch ein Tag Dry Tooling auf dem Programm stand und somit die neue Saison einleitete.


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