Rodellar - Pinza time, 8a flash
posted on september, 2011

 
Meine erste Reise nach Rodellar, eines der bekanntesten und beliebtesten Klettergebiete Spaniens kam direkt nach einem Monat Pause wegen einer Sehnenentzündung im Ellbogen. Durch die vielen Klimmzüge im Eisklettertraining letzten Herbst verursacht, hatte ich das Problem schließlich im Frühling auskuriert, durch eine Einheit Campusbord im Sommer war es aber leider wiedergekehrt. Anfang September endlich wieder schmerzfrei war ich natürlich super motiviert zum Klettern, und das in einem für mich neuen Gebiet! Die insgesamt 8 Klettertage sollten optimal genutzt werden. Mit „Gracias Fina“, einer schöner 8a mit der Crux auf kleinen Sintersäulen im Mittelteil, die ich im zweiten Versuch klettern konnte fing der Urlaub am ersten Tag schon sehr gut an! Am zweiten Tag konnte ich „Les cadres qui regenèrent“, eine weiter 8a, auch diese mit einer Boulderstelle in der Mitte und einer nicht leicht ersichtlichen Leiste im Ausstieg im dritten Versuch punkten. Am Tag darauf hingegen hieß es früh aufstehen, Barbara und ich wollten nach Riglos um dort eine Mehrseillängenroute zu klettern. „La fiesta de los bizeps“, eine spektakuläre Route auf überhängendem Konglomeratgestein forderte nicht nur Bizeps sondern auch Köpfchen.Nun war ein Rasttag mehr als notwendig, da „nur“ am Schwimmbad liegen für uns aber nicht in Frage kam fuhren wir nach Alquezar, ein wirklich romantisches, inmitten von Felswänden gelegenes mittelalterliches Dorf.Froh nach einem Monat Pause überhaupt wieder Klettern zu können wäre ich mit den gekletterten Routen eigentlich schon zufrieden gewesen. Mein tollster Erfolg sollte aber noch kommen, und zwar konnte ich mit „Pinza time“, einer steilen Ausdauerroute auf Sintersäulen meine erste 8a Flash klettern! Barbara konnte sie im dritten Versuch abhaken. Einfach toll!So langsam war ich aber einfach ausgesaugt von den langen, überhängenden Routen und immer mehr auch ohne Haut auf den Fingern. Aus reiner Motivation gewann ich noch den Kampf gegen „Argo“, eine 35m 7c+, ehemals 8a Route. Die letzten beiden Tage kletterte ich mit meinem Freund Marco, meine Versuche in „A crabita“ blieben aber umsonst, ich war einfach zu müde. Trotzdem entschieden wir einstimmig, dass man nach Rodellar auf jeden Fall im nächsten Jahr wiederkommen muss!Weitere Informationen zum tollen Klettergebiet Rodellar findet ihr auch auf http://www.bergzeit.de/magazin/klettern-rodellar-spanien


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